Wissensdatenbank →5 Min. LesezeitAktualisiert: 2026-09-21

Alte Systemwiederherstellungspunkte löschen: Speicherplatz freigeben

Wiederherstellungspunkte liegen im versteckten Ordner C:\System Volume Information und belegen dort unbemerkt ein paar hundert Megabyte bis etliche Gigabyte. Löschen lassen sie sich über den Computerschutz-Dialog, die Registerkarte „Weitere Optionen“ der Datenträgerbereinigung oder per vssadmin — jeder der drei Wege dauert keine fünf Minuten. Den neuesten Punkt behalten Sie, damit sich ein missratener Treiber oder ein Update noch zurückrollen lässt.

Wo Wiederherstellungspunkte liegen und wie viel Platz sie wirklich brauchen

Die Systemwiederherstellung legt ihre Punkte als Schattenkopien im Ordner C:\System Volume Information ab — versteckt und so geschützt, dass selbst Administratoren ihn im Explorer nicht öffnen können. Wie viel Platz sie beanspruchen dürfen, begrenzt der Schieberegler „Maximale Belegung“ im Computerschutz, üblicherweise ein paar Prozent des Laufwerks; ist das Limit erreicht, löscht Windows die ältesten Punkte von selbst. Ein einzelner Punkt umfasst grob ein paar hundert Megabyte bis mehrere Gigabyte, sodass eine Handvoll aktueller Punkte schnell 5–10 GB erklärt.

Schauen Sie sich vor jedem Löschen die echten Zahlen an: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten und führen Sie vssadmin list shadowstorage aus. Der Befehl zeigt den belegten und den reservierten Speicher des Schattenkopienspeichers samt konfiguriertem Maximum. Dieselbe Auskunft gibt der Dialog „Computerschutz“ unter „Aktuelle Verwendung“ — angenehmer für alle, die lieber klicken als tippen.

Drei sichere Wege, alte Punkte zu löschen

Der schonendste eingebaute Weg ist die Datenträgerbereinigung: Win+R drücken, cleanmgr eingeben, Laufwerk C: wählen, auf „Systemdateien bereinigen“ klicken, dann die Registerkarte „Weitere Optionen“ öffnen und unter „Systemwiederherstellung und Schattenkopien“ auf „Bereinigen“ klicken. Dabei werden alle Punkte auf dem Laufwerk außer dem neuesten gelöscht — genau das, was die meisten wollen. Das Ergebnis prüfen Sie anschließend erneut mit vssadmin list shadowstorage.

Der Dialog „Computerschutz“ räumt komplett leer: Win+R → SystemPropertiesProtection → Laufwerk C: → „Konfigurieren…“ → „Löschen“, mit der ehrlichen Warnung, dass alle Wiederherstellungspunkte dieses Laufwerks verloren gehen. Dasselbe leistet vssadmin in der Befehlszeile, und dort gibt es einen Mittelweg: nur die älteste Kopie oder genau eine bestimmte Schattenkopie entfernen. Vorab lohnt der Blick auf vssadmin list shadows, um die Kopien samt Zeitstempeln aufzulisten.

  • vssadmin list shadowstorage — zeigt, wie viel Platz Schattenkopien gerade belegen
  • vssadmin delete shadows /for=C: /oldest — entfernt nur den ältesten Punkt
  • vssadmin delete shadows /all /quiet — löscht alle Schattenkopien auf allen internen Laufwerken
  • SystemPropertiesProtection — öffnet den Computerschutz-Dialog ohne Umweg über die Systemsteuerung
  • cleanmgr → „Weitere Optionen“ — die Variante, die den neuesten Punkt behält

Was Sie verlieren und wie Sie das Wachstum bändigen

Das Löschen der Punkte fasst Dokumente, Fotos und installierte Programme nicht an — verloren geht nur die Möglichkeit, Windows auf einen früheren Zustand zurückzurollen. Gleichzeitig verschwindet die Funktion „Vorherige Versionen“: Dateien, die nach der letzten Schattenkopie geändert oder gelöscht wurden, lassen sich über den Explorer nicht mehr wiederherstellen. Zickt ein aktueller Treiber oder ein Update, legen Sie zuerst einen frischen Punkt an, behalten ihn und räumen erst danach die alten weg.

Damit der Speicher nicht wieder wächst, ziehen Sie den Regler „Maximale Belegung“ im selben Dialog auf 2–5 Prozent des Laufwerks herunter. Beachten Sie: Die Speicheroptimierung fasst Schattenkopien nie an, dieser Teil der Aufräumarbeit bleibt also dauerhaft Handarbeit. Ein Blick auf vssadmin list shadowstorage alle paar Monate genügt — etwa nach großen kumulativen Updates —; den alltäglichen Datenmüll kann derweil ein Cleaner wie Kleaner PRO erledigen.

Fragen und Antworten

Werden beim Löschen der Wiederherstellungspunkte meine Dateien gelöscht?

Nein. Dokumente, Fotos und installierte Programme bleiben unangetastet — verloren geht nur die Möglichkeit, Systemeinstellungen, Registry und Treiber auf einen früheren Stand zurückzudrehen.

Ist vssadmin delete shadows /all gefahrlos?

Der Befehl wischt alle Schattenkopien aller internen Laufwerke weg — samt Wiederherstellungspunkten und „Vorherige Versionen“-Daten — und ist unwiderruflich. Wenn ein frisches Update oder ein Treiber zickt, behalten Sie mindestens den neuesten Punkt.

Warum lässt sich der Ordner System Volume Information nicht öffnen?

Es ist ein geschützter Systemordner im Besitz des SYSTEM-Kontos; der Explorer sperrt ihn selbst vor Administratoren. Prüfen Sie die Größe stattdessen mit vssadmin list shadowstorage.

Vor dem Kauf genau wissen, was enthalten ist.

Der einmalige 30-Minuten-Test umfasst Basisfunktionen. PRO-markierte Werkzeuge bleiben bis zur Aktivierung einer kostenpflichtigen Lizenz gesperrt.

Weiterlesen

Alle Artikel · FAQ

Schreiben Sie uns: [email protected]