Die ganze Karte kopieren, nie einzelne Clips
Eine Drohnenkarte ist so aufgebaut, wie die Kamera sie geschrieben hat: DCIM mit nummerierten Ordnern, .MP4 neben .LRV- und .THM-Begleitdateien, dazu Fluglogs, die ihre Nachbarn erwarten. Wer nur die schönen MP4s aus dem Baum zieht, verliert die Begleitdateien — und wundert sich später, warum sein Fluglog-Viewer nichts anzeigt. Der einzig richtige erste Schritt ist, die Karte komplett zu kopieren — mindestens den ganzen DCIM-Baum — in einen Ordner mit Datum und Kartennummer, etwa 2026-04-30_A. Kopieren, nicht ausschneiden: Die Karte bleibt unangetastet, bis die Kopien geprüft und verdoppelt sind, und genau das ist die Versicherung für einen Drehtag, der sich nicht wiederholen lässt.
Zwei geprüfte Kopien, bevor irgendetwas gelöscht wird
Eine Kopie ist keine Kopie: SD-Karten sterben, USB-Reader brechen mitten im Transfer ab, und eine defekte Laptopplatte nimmt das einzige Original mit ins Grab. Die Gewohnheit, die sich lohnt, ist 3-2-1 in klein: die Karte selbst zählt als erste Kopie, die Arbeitskopie auf dem Schnittlaufwerk als zweite, die dritte wandert noch am selben Tag auf ein anderes physisches Laufwerk oder in die Cloud. Die Prüfung wiegt schwerer als man denkt: Ein Hash-Abgleich — Get-FileHash in PowerShell oder der Verify-Modus eines Kopierers wie FastCopy — beweist, dass die Kopie bitidentisch ist, während eine Dateizählung nur beweist, dass nichts fehlt. Bis zur Abgabe des fertigen Schnitts bleibt die Karte ungeformatet in der Tasche.
- Den kompletten DCIM-Baum kopieren, nicht ausgewählte Clips
- Zielordner nach Datum und Karte benennen: 2026-04-30_A
- Per Hash prüfen — Get-FileHash oder FastCopy im Verify-Modus
- Die zweite Kopie am selben Tag auf ein anderes Laufwerk oder in die Cloud
- Die Karte nicht formatieren, bevor der Schnitt abgegeben ist
- Die Karte im Copter formatieren, nicht in Windows
Nach dem Schnitt: Proxys, Caches und Rendermüll
Ein Projekt endet nicht mit dem Export: Videoschnittprogramme hinterlassen ihren eigenen Müll. Premiere und DaVinci Resolve cachen Vorschau-Renders und Medienindizes, die ruhig die Hälfte des Ausgangsmaterials wiegen können, und liegen gelassene Exporte stapeln sich in Temp-Ordnern, bis jemand sie entfernt. Proxys sind per Definition regenerierbar — ihr Löschen kostet einen Abend Neurendern, sonst nichts —, also können nach Abgabe und Archivierung eines Projekts dessen Cache-Ordner dran glauben. Ein Aufräumlauf mit Kleaner PRO nimmt temporäre Renders und Cache-Reste in einem Durchgang mit — genau die Sorte Bereinigung, die man gefahrlos automatisieren kann, weil sie abgeleitete Dateien anfasst und niemals das Material selbst.
Über die Originale fällt die letzte Entscheidung, bevor das Projekt geschlossen wird. Die ausgewählten Clips des Schnitts halten Sie an mindestens zwei Orten, und beim Rest sind Sie ehrlich: unverarbeitete Takes, die Sie nie anfassen werden, sind totes Gewicht — mit zwei geprüften Kopien ist ihr Löschen kein Risiko, sondern Hygiene.
Fragen und Antworten
Wie übertrage ich Drohnenaufnahmen sicher auf den PC?
Kopieren Sie den ganzen DCIM-Ordner über einen Kartenleser, prüfen Sie die Kopie per Hash oder Dateianzahl und legen Sie eine zweite Kopie auf einem anderen Laufwerk an, bevor Sie weitermachen.
Wann darf ich Drohnenmaterial von der SD-Karte löschen?
Erst wenn zwei geprüfte Kopien auf getrennten Laufwerken existieren — und selbst dann die Karte nicht formatieren, bevor der Schnitt abgegeben ist: Sie ist Ihre dritte Kopie.
Vor dem Kauf genau wissen, was enthalten ist.
Der einmalige 30-Minuten-Test umfasst Basisfunktionen. PRO-markierte Werkzeuge bleiben bis zur Aktivierung einer kostenpflichtigen Lizenz gesperrt.
Weiterlesen
Schreiben Sie uns: [email protected]